Kurzer Stress macht stärker – aber nur in der richtigen Dosis. Was die finnischen Sauna-Studien zeigen und wo Kälte überschätzt wird.
Die finnischen Kohortenstudien sind eindrucksvoll: Männer, die 4–7 Mal pro Woche saunieren, hatten ein deutlich geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Tod und Demenz als Wenig-Saunierer. Hitze wirkt dabei ähnlich wie leichtes Ausdauertraining auf das Gefäßsystem.
Für Kälte ist die Datenlage dünner. Kurze Kaltexpositionen verbessern nachweislich Stimmung und Wachheit; die oft beworbenen Effekte auf Fettverbrennung und Immunsystem sind dagegen klein. Direkt nach dem Krafttraining kann Kälte den Muskelaufbau sogar bremsen.
Praxis: 2–4 Saunagänge à 15–20 Minuten pro Woche, Kälte bei Bedarf morgens oder an trainingsfreien Tagen, 1–3 Minuten reichen.

